Geschichtliches
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Auch eine feste Burg erbauten sie auf erhöhtem Uferfels am Westrand der Saale. Eine erste Erwähnung wird dem Jahre 1049 zugeschrieben. Doch der Glanz der Grafen von Plötzkau war nur von kurzer Dauer. Nach einer geheimnisvollen Sage soll es das zauberkundige Volk der Zwerge gewesen sein, dass dem Grafengeschlecht den zeitigen Untergang voraussagte. Er trat ein mit dem Tod des Grafen Konrad II. im Jahren 1132 und dem seines Bruders und Nachfolgers Bernhard II. nur fünfzehn Jahre später 1147. Auch die Burg erlitt Drangsal. Sie wurde 1139 zerstört, aber bald wieder erneuert. Die Askanier gewannen die Feste, nutzten sie aber kaum. Manch edlen Herren sahen die Mauern. Im Jahre 1435 erfolgte dann die klare Zuordnung der Burg zum Besitztum der anhaltischen Fürsten.
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Fürst Bernhard (1540 - 1570) leitete den Umbau der mittelalterlichen Burg zum Wohnschloss ein. Die Baumaßnahmen erstreckten sich von 1566 bis 1573. In den Jahren 1611 - 1655 war das Schloss die Residenz des souveränen Fürstentums Anhalt-Plötzkau. Die ab 1566 geschaffenen Bauformen haben sich im wesentlichen bis heute erhalten. |
Das Fürstentum Anhalt-Plötzkau
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Augustus von Anhalt-Plötzkau regierte in seinem Ländchen als absoluter Herrscher. Er regelte die Verwaltung, prägte Münzen, belehnte die Untertanen, hielt Gericht über Leben und Tod. Was er beherrschte waren 40 Quadratkilometer Land mit 2.000 Bewohnern in den Ortschaften Plötzkau, Großwirschleben, Bründel, Bullenstedt, Osmarsleben, Aderstedt und dem halben Dorfe Gröna. August wohnte und residierte auf Schloss Plötzkau, wo ihm seine Gemahlin Sibylla, geborene Gräfin von Solms-Laubach, acht Kinder schenkte. Als August 1653 starb, traten seine drei Söhne die Nachfolge in Plötzkau an. |
Im Jahre 1665 starb die Linie Anhalt-Köthen aus. Den Fürsten von Plötzkau fiel, auf Grund lang bestehender Festlegungen, die Herrschaft in Köthen zu. Plötzkau wurde Witwensitz, auch für Sophia Eleonore, der Gattin des 1669 in Köthen verstorbenen Fürsten Lebrecht. Dazu residierte die Nebenlinie Harzgerode-Bernburg in Plötzkau, fürstliche Anlagen waren schließlich in hinreichendem Maße vorhanden. Nach deren Erlöschen (1709) fiel Plötzkau als "Amt" an Anhalt-Bernburg zurück. Verblichen waren Glanz und Gloria des Fürstentums Anhalt-Plötzkau.
Fürstliche Herren auf Schloss Plötzkau
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Durch den Tod einiger anhaltischer Herrscher
fielen dem Fürsten August Vormundschafts- und Senioratsrechte
zu. Damit rückte Schloss Plötzkau in den Mittelpunkt
anhaltischer Diplomatie in der schweren Zeit des 30jährigen
Krieges.
Unter Augusts acht Kindern gab es drei Söhne, die Prinzen Ernst
Gottlieb (1620-1654), Lebrecht (1622-1669) und Emanuel
(1631-1670). Sie herrschten gemeinsam nach Augusts Tod 1653 in
Plötzkau. Die Linie Anhalt-Köthen starb 1665 aus. Lebrecht und
Emanuel übernahmen dort die Macht. Das Fürstentum
Anhalt-Plötzkau erlosch damit nach 54jährigem Bestehen.
Auf dem Schloss wurde nun die Linie Harzgerode-Bernburg mit dem
Fürsten Friedrich und Wilhelm präsent. Nach Wilhelms Ableben
1709 fiel das Schloss an die Bernburger Fürsten. Victor
Friedrich residierte ab 1715 einige Zeit auf Schloss Plötzkau.
Er ließ offenbar noch Bauarbeiten ausführen. Die Initialen "VF"
an der Stuckdecke des Fürstensaales weisen daraufhin. Danach
scheint Schloss Plötzkau als Herrschaftssitz nicht mehr von
Bedeutung gewesen zu sein.
Quelle: Broschüre "Schloss Plötzkau - In Sage und Historie"




